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Tote Mädchen Lügen Nicht - 13 Reasons Why

  1. Ø 4.7
   2017

Tote Mädchen Lügen Nicht - 13 Reasons Why: Literaturadaption des gleichnamigen Romans von Netflix. Die Schülerin Hannah Baker hat sich umgebracht. Auf 13 Kassettenseiten erklärt sie ihre Gründe dafür.

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Handlung und Hintergrund

Tote Mädchen Lügen Nicht - 13 Reasons Why: Literaturadaption des gleichnamigen Romans von Netflix. Die Schülerin Hannah Baker hat sich umgebracht. Auf 13 Kassettenseiten erklärt sie ihre Gründe dafür.

Clay Jensen (Dylan Minette) findet ein Päckchen mit 7 Audiokassetten vor seiner Tür. Auf den Tapes hört er die Stimme von Hannah Baker (Katherine Langford), seiner ehemaligen Mitschülerin, die sich vor Kurzem das Leben genommen hat. Mit den Aufnahmen erklärt sie ihre Gründe für diesen Schritt, ein Grund pro Kassettenseite. In jeder der 13 Folgen legt Hannah dar, wie sich ihr Leben auf der neuen Highschool gestaltet hat: Wer sie mobbte, wer ihr half, wer sie vergewaltigte, wem sie vertraute, wer sie enttäuschte.

Serie mit Risiken und Nebenwirkungen

Die Serie enthält sehr explizite Szenen. So wird eine Vergewaltigung gezeigt und der Selbstmord von Hannah, beides auf schonungslos realistische Weise. Die Serie enthält pro Folge Minimum einen Trigger, je nachdem, was ihr selbst erlebt habt und wie ihr euch zum Zeitpunkt des Serienkonsums fühlt und in eurem eigenen Leben gefestigt und eingerichtet seid. Eine ausführliche Darstellung zur Altersfreigabe von 16 Jahren für „Tote Mädchen lügen nicht“ und einen persönlichen Erfahrungsbericht zum Konsum findet ihr unter der Verlinkung. Einen Überblick zur Debatte über die erste Staffel, lest ihr ebenfalls bei uns. Ihr habt die Serie schon gesehen und Lust auf ein Wissensquiz? Dann sind hier 13 Fragen für echte Experten.

Empfehlung für Unentschlossene

Am Besten ist es, die Serie nicht allein anzusehen und anschließend über die emotionalen Nebenwirkungen mit anderen zu sprechen. Wenn ihr merkt, dass euch die Serie zu sehr nach unten zieht, macht eine Pause oder guckt sie nicht mehr weiter. Solltet ihr niemanden haben, dem ihr euch anvertrauen könnt, wendet euch an eine der zahlreichen Beratungsstellen.

Netflix selbst hat mit einer Website für Betroffene reagiert, Warnhinweise veröffentlicht und eine Talkshow mit dem Team produziert, die über die Themen in der zweiten Staffel tiefer reflektiert.

Für Eltern ist diese Serie aber eine hervorragende Möglichkeit, sich deutlich vor Augen zu führen, dass Nichtigkeiten in ihren Augen, die Welt für einen Teenager bedeuten können. Vielleicht entwickeln sie mehr Verständnis für ihre „verschlossenen“ Heranwachsenden. Der Verdienst der ersten Staffel liegt sicherlich darin, dass sie dem einfühlsamen Roman von Jay Asher eine würdige Serien-Adaption hinzugefügt hat und die tabuisierten Inhalte somit einem breiten internationalem Publikum noch einmal auf andere Weise zugänglich gemacht wurden.

Trailer zur ersten Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“

Netflix entwickelt eine zweite Staffel

Die Netflix-Serie über den Selbstmord von Hannah Baker gehört nicht nur zu den erfolgreichsten Eigenproduktionen des Streaming-Riesens, sondern auch zu den umstrittensten Jugendserien aller Zeiten.

Die zweite Staffel betrachtet anhand eines Prozesses den Hannahs Mutter gegen die Schule führt, die tieferen Hintergründe der Geschichte. Hannahs Freunde müssen vor Gericht aussagen und dabei lernen wir noch andere Perspektiven auf die Ereignisse kennen, die wir aus der ersten Staffel nur durch Hannahs Augen gesehen haben. Die zweite Staffel vertieft aber auch Erzählstränge der anderen Protagonisten aus der ersten Staffel. Außerdem stoßen neue Charaktere dazu. Die Staffel endet mit einem Cliffhanger.

Die erste Staffel war nah an der Literaturvorlage von Jay Asher inszeniert, dessen Werk schon vor Erscheinen der Coming-of-Age-Serie im Schulunterricht genutzt wurde. Es ist ein guter Ausgangspunkt, um über Themen wie Suizid, Vergewaltigung, Mobbing und die Welt aus den Augen eines Teenagers ins Gespräch zu kommen. Staffel 2 wurde ohne Literaturvorlage entwickelt und arbeitet dramaturgisch stark auf eine weitere Fortsetzung hin. Auch die zweite Staffel wurde von Elternverbänden und Beratungsstellen stark kritisiert. Ohne zu spoilern, kann man verraten, dass Netflix in der Fortsetzung ein weiteres heißes Eisen angepackt hat. Was ist eure Meinung? Findet ihr die Fortsetzung sinnvoll?

Trailer zur zweiten Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“

Eine dritte Staffel soll 2019 erscheinen

Unerschrocken hat Netflix auch noch eine dritte Staffel bestellt. Es ist damit zu rechnen, dass diese in der ersten Jahreshälfte 2019 auf der Plattform erscheinen wird. Hannah Baker wird dabei definitiv keine Rolle mehr spielen, womit sich die Netflix-Produktion endgültig von der Literaturvorlage emanzipiert hat.

Darsteller und Crew

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