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Brian De Palma

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

Sein Interesse gilt der formalen Vollendung seiner Filme, weniger den thematischen Vorgaben, und so sind die Arbeiten von einer oft atemberaubenden handwerklichen Perfektion, speziell in den minutenlangen Plansequenzen, mit denen er Filme wie „Carlito’s Way“ oder „Fegefeuer der Eitelkeiten“ eröffnet. Diese stilistische Sicherheit, die in der Kritik auch als selbstverliebte Spielerei gewertet wird, geht nicht immer überein mit der psychologischen oder dramatischen Grundierung seiner Filme, die sich an seine Vorbilder Alfred Hitchcock und Jean-Luc Godard anlehnen. Brian de Palma, 1940 in Newark geboren, studierte Physik und Film, begann nach Kurzfilmen mit Großstadt-Satiren und war im Umkreis des New Hollywood wie Steven Spielberg einer der Regisseure, die sich eindeutig zum Genrefilm bekannten. Seine Thriller und Horrorfilme „Schwestern des Bösen“, „Das Phantom im Paradies“, „Carrie – Des Satans jüngste Schwester“ (nach Stephen King) und „Schwarzer Engel“ (ein Quasi-Remake von „Vertigo“) revolutionierten das Genre durch die Auseinandersetzung mit weiblicher Sexualität, was seinen Höhepunkt in dem Psycho-Thriller „Dressed to Kill“ mit der berühmten Duschszene und dem Serienkiller-Syndrom erreichte. Der Thriller „Body Double – Der Tod kommt zweimal“ (mit Melanie Griffith) spielt im Porno- und S/M-Milieu. Mit dem Gangsterfilm „Scarface“ (Al Pacino als rücksichtslos-maßloser Underdog in einem Remake des Howard-Hawks-Klassikers) und dem Polizeifilm „The Untouchables“ (der Sean Connery den „Oscar“ bringt), festigte de Palma seinen Ruf als versierter Regisseur, dessen aufwändige Verfilmung von Tom Wolfes Bestseller „Fegefeuer der Eitelkeiten“ zum Kassendesaster geriet. Seinen größten kommerziellen Erfolg erzielte de Palma mit dem Agenten-Spiel „Mission: Impossible“ mit Tom Cruise.

1998 produzierte, schrieb und führte er Regie für „Spiel auf Zeit“ mit Nicolas Cage als Polizisten Rick Santoro, der den Mord an dem US-Verteidigungsminister bei einem Boxkampf aufklären muss. Weniger erfolgreich und 2001 für die Goldenen Himbeere nominiert wurde sein Science-Fiction „Mission to Mars„. 2002 inszenierte er den Thriller „Femme Fatale“, worin er wie schon in vorherigen Film Bildcollagen und Split Screen nutze. Die männliche Hauptrolle übernahm Antonio Banderas. Mit dem Kriminalfilm „Black Dahlia“, der sich auf den gleichnamigen Roman von James Ellroy stützt, konfrontierte De Palma die Zuschauer mit dem komplexen Geschehen rund um die Aufklärung des grausamen Mordes an dem Starlet Elizabeth Short. Aaron Eckhart als harter Cop und Hilary Swank als mysteriöse Sex-Bombe sowie Josh Hartnett und Scarlett Johnsson überzeugten mit ihren Leistungen. 2006 wurde der Film für den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig nominiert. Die Vergewaltigung und Ermordung eines irakischen Mädchens durch US-Soldaten ist Filmstoff von „Redacted“. Der 2007 entstandene Montagefilm besteht u. a. aus Mitschnitten von Nachrichtensendungen, Übertragungen aus dem Gerichtssaal und Exzerpten des Video Blogs eines Soldaten.

Zu de Palmas Mitteln gehören der gedehnte Einsatz der Zeitlupe, raffinierte Parallelmontagen und Zitate aus der Filmgeschichte, wie die inzwischen berühmte und oft zitierte Bahnhofssequenz aus „The Untouchables“, die ihrerseits Sergej Eisensteins Odessa-Treppen-Sequenz aus „Panzerkreuzer Potemkin“ zum Vorbild hat. De Palma war in den Jahren 1979 bis 1984 mit der Schauspielerin Nancy Allen verheiratet; sie war in „Dressed to Kill“ und dem Polit-Thriller“ Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren“ seine Hauptdarstellerin. Im Oktober 1995 heiratete er Darnell Gregorio, mit der er eine Tochter hat. Nach zwei Jahren wurde die Ehe wieder geschieden.

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