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Jon Hamm

Schauspieler • Producer • Sprecher • Regisseur
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Leben & Werk

Jon Hamm ist der Mad Man Hollywoods. Als rauchender, trinkender und Frauen verführender Don Draper konnte Jon Hamm die Massen begeistern und einen Emmy sowie zwei Golden Globes abkassieren. Heute ist Hamm an der Spitze angekommen. Lange sah es jedoch nicht so aus, als könne ihm der Durchbruch in Hollywood gelingen.

Dass Jon Hamm ein echter Spätzünder war, würde heute wahrscheinlich niemand mehr glauben. Seit dem Beginn der Hit-Show „Mad Man“ im Jahr 2007 ist Hamm zum internationalen Sexsymbol aufgestiegen. Im Jahr 2008 wurde Hamm vom People Magazine zum Sexiest Man Alive gewählt. Doch der Durchbruch hat lange auf sich warten lassen. In der Zwischenzeit musste Hamm einige harte Jahre auf der Bank sitzen.

Kindheit und Jugend

Jonathan „Jon“ Daniel Hamm wurde am 10. März 1971 in St. Louis, Missouri geboren. Ebenso wie Don Draper aus „Mad Man“ blickt auch Jon Hamm auf eine tragische Kindheit zurück. Als Hamm gerade zwei Jahre alt war, trennten sich seine Eltern, die Mutter, bei der er seitdem lebte, starb an Darmkrebs, als er zehn war, der Vater nur zehn Jahre später. Im Alter von 20 Jahren war Jon Hamm Vollwaise. Einen Familienersatz bot unter anderem die Schauspielerei, die Hamm bereits früh für sich entdeckte, ohne sie jedoch ernsthaft als Broterwerb in Betracht zu ziehen.

Denn nach dem Schulabschluss schrieb er sich zuerst in der Uni ein und studierte Englisch. Nebenbei arbeitete Hamm als Lehrer, eine Arbeit, die Hamm auch heute noch bewundert. Auch mit dem Abschluss in der Hand ging es nicht sofort nach Hollywood, sondern erst einmal zurück an die alte High-School, wo Jon Hamm Schauspielunterricht für Achtjährige gab. Erst im Jahr 1995 beschloss Jon Hamm, die Schauspielerei ernsthaft zu verfolgen. Mit 150 Dollar in der Tasche fuhr er nach Hollywood, um sein Glück zu versuchen.

Mit 150 Dollar in Hollywood

Wie so viele junge Schauspieler, die große Träume hegen, kam auch Jon Hamm mittellos nach Hollywood und hielt sich mit Gelegenheitsjobs als Kellner über Wasser, hangelte sich von Casting zu Casting. Sein Problem war sein heutiges Charakteristikum: Jon Hamm sah in seinen Zwanzigern deutlich älter aus, wie ein erfahrener Mann. Für altersgemäße Rollen konnte er nicht besetzt werden, für andere war er wiederum zu jung. Die ersten drei Jahre in Hollywood waren eine harte Schule. Zwischendurch musste er sogar als Setdesigner für Soft-Pornos arbeiten.

Schließlich stellte sich Jon Hamm selbst ein Ultimatum: Entweder die Schauspielerei funktioniert, bis er 30 geworden ist, oder er hört auf. Und plötzlich erhielt er die ersten Rollen. In der Dramaserie „Providence“ bekam Hamm seine erste wiederkehrende Rolle, nachdem er in Clint Eastwoods „Space Cowboys“ (2000) sein Spielfilmdebüt absolviert hatte (als Statist). In der Folge gelang es Jon Hamm, Gastrollen in Serien wie „Gilmore Girls“, „Charmed – Zauberhafte Hexen“ oder „CSI: Miami“ zu ergattern. Und dann kam sein 30. Geburtstag.

Geburtstag am Set von „Wir waren Helden“

Seinen Geburtstag feierte Jon Hamm am Set des Vietnamkriegs-Dramas „Wir waren Helden“ (2002) mit Mel Gibson. Sein Deal war aufgegangen: Mit 30 war Jon Hamm so weit, dass er von der Schauspielerei leben konnte. Zur Feier des Tages lud er seine Freunde nach Los Angeles ein. Doch bis zum Casting von „Mad Man“ sollten noch einige Jahre vergehen. Jon Hamm spielte in der Zwischenzeit in sechs Folgen der Serie „What About Brian“ sowie in fünf Folgen von „The Unit – Eine Frage der Ehre“ mit und war in dem Science-Fiction-Remake „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (2009) als Dr. Michael Granier zu sehen.

Jon Hamm als Don Draper

Trotz seiner inzwischen sehr breiten Filmografie ist Jon Hamm auch heute noch vor allem mit der Rolle des Don Draper aus „Mad Man“ verbunden. Whiskey zum Frühstück, Zigaretten und Frauen — der Creative Director einer erfolgreichen Werbeagentur lässt nichts anbrennen, verbirgt jedoch eine düstere Vergangenheit. Die Serie über eine fiktive Werbeagentur aus den 1960er-Jahren wurde von Drapers tragischem Schicksal getragen — kein schillernder Held, sondern ein beständiges Ringen um Oberwasser.

Jon Hamm spielte Don Draper von 2007 bis 2015 in insgesamt sieben Staffeln der Serie, die heute längst Kultstatus erreicht hat. „Mad Man“ erhielt insgesamt fünf Golden Globes (dafür einer für Hamm selbst) sowie unglaubliche 16 Emmys. An dem Erfolg war Jon Hamm nicht nur als Schauspieler beteiligt. Seit 2012 war er darüber hinaus als Produzent für „Mad Man“ tätig und führte bei einigen Folgen die Regie.

Wie so oft in Hollywood war der Erfolg allerdings Segen und Fluch zugleich. Denn nach dem Ende der Show wurden Jon Hamm hauptsächlich Rollen vom Format eines Don Drapers angeboten. Dabei wollte er selbst mit der Figur abschließen — auch wenn er sich vom Set noch schnell Drapers Bürostuhl als Andenken mit nach Hause genommen hat.

King of Cameos

Den kleinen Karriereknick nach dem Ende von „Mad Man“ hat Jon Hamm inzwischen wieder überwunden. Als einer der gefragtesten männlichen Darsteller Hollywoods macht sich Hamm einen Spaß daraus, Gastrollen in Serien wie „30 Rock“ (als Kinderarzt Drew. Baird), in drei Folgen von „Saturday Night Live“ oder in der Comedy-Serie „Unbreakable Kimmy Schmidt“ zu übernehmen.

Einen deutlichen Sprung nach vorne hat auch die Filmografie von Jon Hamm gemacht. Seit „Mad Man“ war der Schauspieler in Blockbustern wie „Sucker Punch“ (2011), „Brautalarm“ (2012) oder dem genialen Soundtrack-Actioner „Baby Driver“ (2017) zu sehen und spielte in dem wunderbaren Indie-Drama „Howl“ (2010) über den Beat-Dichter Allen Ginsberg dessen Anwalt. Im Jahr 2018 übernahm er außerdem Hauptrollen in dem politischen Thriller „Beirut“ — als heruntergekommenen US-Diplomaten, der eine Geiselnahme lösen soll — sowie in der auf wahren Tatsachen basierenden Komödie „Catch Me!“ über eine Gruppe von Freunden, die auch im erwachsenen Alter noch Fangen spielen.

Jon Hamm privat

Obwohl der Schauspieler als weltweites Sexsymbol gilt, ist Jon Hamm keineswegs so umtriebig wie Don Draper. Von 1997 bis 2015 war Hamm mit der Schauspielerin und Drehbuchautorin Jennifer Westfeldt liiert. Privat ist Jon Hamm äußerst sportlich, liebt Tennis, Baseball, Cricket und Golf und meidet Soziale Medien soweit er kann.

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