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Pierce Brosnan

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Leben & Werk

Als fünfter James Bond in der langlebigsten Serie der Filmgeschichte brachte Pierce Brosnan mit „GoldenEye„, „Der Morgen stirbt nie“, „Die Welt ist nicht genug“ und „Stirb an einem anderen Tag“ die angeschlagene Reihe wieder auf Erfolgskurs. Mit einer Mischung aus Virilität, Härte, Ironie, Understatement, gutem Aussehen und exzellentem Benehmen nahm er die Charakteristika der von Sean Connery und Roger Moore geprägten Figur auf und passte sie seinem Flair des Ladies‘ Man an. Brosnan gelang es, den selbstparodistischen Touch der Reihe weitgehend aufzugeben und sie den Erfordernissen moderner Action-Helden zwischen Einsatz, Verführungskunst und weltmännischer Attitüde anzupassen, ohne an Glaubwürdigkeit einzubüßen.

In „Die Thomas Crown Affäre“ trat er in die Fußstapfen von Original-Star Steve McQueen, versuchte aber erst gar nicht, diesen zu imitieren, sondern legte den Charakter an als im Zeitalter der Emanzipation von Karrierefrauen geplagten, die Psychiaterin (Faye Dunaway, die bereits im Original mitspielte) konsultierenden und doch weitgehend selbstbestimmten, mit krimineller Energie vorgehenden Connaisseur von Kunst.

Der Ire Brosnan zog im Alter von elf Jahren mit seiner Familie nach London. Nach zwei Jahren als Wanderschauspieler und langjähriger Theaterarbeit spielte er 1979 in dem Krimiklassiker „Rififi am Karfreitag“ einen irischen Terroristen, der sich als homosexuell ausgibt. Neben Sir Michael Caine fiel er 1984 in dem Agententhriller „Das vierte Protokoll“ auf. Weitgehend unterbewertet wurde seine Leistung als britischer Kolonialoberst, der in „Mr. Johnson“ (1990) eine Eisenbahnlinie baut und Recht über einen rebellischen Schwarzen sprechen muss.

Zeitweilig wurde Brosnan, der in den 1980ern in Actionfilmen („Nomads“, „Die Täuscher“) und in der populären TV-Serie „Remington Steele“ als Privatdetektiv auftrat – weswegen er nicht schon 1986 den 007 spielen durfte -, zum „schönsten Mann in Badehosen“ gekürt. Zwischen den Bond-Filmen war er u. a. in dem Katastrophenfilm „Dante’s Peak“, in Richard Attenboroughs Öko-Biografie des Halbindianers „Grey Owl“, als „Robinson Crusoe“ und in „Die Liebe hat zwei Gesichter“ zu sehen. Mit seiner Firma Irish Dream Time finanzierte er 1998 das Melodram „Der amerikanische Neffe„.

Vor seinem letzten Bond überraschte Brosnan mit dem Versuch eines Imagewandels in „Der Schneider von Panama„: Als aalglatter, skrupelloser britischer Spion zwang er die von Geoffrey Rush gespielte Titelfigur, ihn mit (erfundenen) Informationen zu versorgen.

Sympathischer gab sich Brosnan als Scheidungsanwalt, der in „Laws of Attraction“ in Hassliebe zu einer Kollegin (Julianne Moore) entbrennt. Die Rolle des Gentleman-Gauners aus „Die Thomas Crown Affäre“ nahm Brosnan für „After the Sunset“ wieder auf: Gemeinsam mit seiner attraktiven Komplizin Lola (Salma Hayek) wagt der eigentlich im Ruhestand lebende Juwelendieb einen letzten Coup.

Noch witziger war Brosnan in „Mord und Margaritas„, in dem er als Profikiller in eine Sinnkrise gerät, wofür er 2006 auch für den Golden Globe nominiert wurde. Durch Maske und Bart kaum wieder zu erkennen, brillierte er 2006 als hartgesottener ehemaliger Captain der Nordstaaten im modernen Western „Seraphim Falls„. In dem Psychothriller „Butterfly on a Wheel“ mimte er ein Jahr später einen Kindesentführer und zerstört schrittweise das Leben der bisher glücklichen Familie. Im selben Jahr traf Ira Sachs ins Schwarze, als sie Brosnan in „Married Life“ für den alternden Charmeur castete, der die Geliebte seines verheirateten Freundes verführt und damit gerade noch einen Mord verhindern kann.

In der Verfilmung des Abba-Musicals „Mamma Mia!“ überraschte Brosnan mit Sangeskünsten und trug maßgeblich zum enormen Erfolg bei. Einen Ausflug ins Reich der Fantasy unternahm Brosnan als Zentaur in „Percy Jackson“, bevor er im Polit-Thriller „Der Ghostwriter“ als filmisches Alter Ego des britischen Ex-Premiers Tony Blair dunkle Machenschaften einfädelte.

Leichtere Töne in einer für ihn typischen Rolle schlägt Brosnan wieder in „Der ganz normale Wahnsinn“ an, wenn er als smarter Business-Mann den „Sex and the City“-Star Sarah Jessica Parker an ihren Prioritäten zwischen Beruf und Familie zweifeln lässt.

Brosnan spielte im Beziehungsdrama „Remember Me“ den Vater von „Twilight“-Star Robert Pattinson und versprühte in der Culture-Clash-Komödie „Love Is All You Need“ den typischen Brosnan-Charme.

Seinem Leben ein Ende setzen will Brosnan in der Verfilmung von Kultautor Nick Hornbys „A Long Way Down“ als Talk-Star, der nach Sex mit einer Minderjährigen, Scheidung und Knast in der Silvesternacht auf dem Dach eines Hochhauses auf drei weitere Lebensmüde trifft. Springen oder nicht springen, das ist dann die Frage…

Brosnan gilt als Familienmensch, der 2000 seine geplante zweite Hochzeit wegen eines schweren Motorradunfalls seines Sohnes um ein Jahr verschob.

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